warum nicht ki?

Jede KI ist nur so gut wie ihr Training.
Potenziell ein nützliches Werkzeug. Ich kann damit etwas anfangen, weil ich auch die menschliche Seite des Jobs mache und damit die Möglichkeit habe, die Vorschläge zu überprüfen und anzupassen, wenn ein unpassendes Synonym gewählt wurde oder andere komplexe Zusammenhänge die KI überfordert haben.

Jemand, der oder die ein Lektorat in Anspruch nehmen möchte, eben weil die eigenen Stärken in anderen Bereichen liegen, wird auch die Unzulänglichkeiten der KI nicht als solche erkennen und muss sich vollständig auf deren Vorschläge verlassen, bzw. weiß nicht, wie angemessen diese sind – man hat letztlich das gleiche Dilemma wie zuvor.

Hier kommt die Lektorin ins Spiel und entscheidet sich mit Fachwissen, Erfahrung und Gespür für die optimale Lösung. Vorschläge werden mit Erklärungen versehen und können im direkten Gespräch gemeinsam diskutiert werden.

Gerade im Schreiben, wo es um die Begegnung von Geist zu Geist geht, kann die künstliche – und damit eben nicht menschliche, spirituelle, kreative – Intelligenz diese Dynamik nicht ersetzen, und besonders sensiblere Gemüter spüren, wenn vielleicht auch unbewusst, die Kälte der Maschine.

Menschenwerk ist fehleranfällig, ich kann „nur“ mein Bestes geben und werde bei einigen technischen Aspekten nicht die Perfektion eines errechneten Ergebnisses erreichen – aber dafür die Dimension zwischenmenschlicher Begegnung einbringen.